Mein treuer Begleiter: Die Nervosität

151209_EK

Mein treuer Begleiter: Die Nervosität

Mit grosser Vorfreude machte ich mich Mitte November erneut auf den Weg in die Skihalle in Holland. Ich konnte fast nicht mehr länger darauf warten, endlich meine erstes Rennen zu bestreiten. Doch zusätzlich zu meinem gewohnten Gepäck, nistete sich noch mein „kleiner Feind“ in den Koffer ein: Die Nervosität.

Es ist unglaublich, wie ich mich auf sie verlassen kann. Ich habe keine Ahnung, woher sie weiss, wann ich einen Wettkampf bestreiten werde. Doch immer pünktlich am Tag vor der Abreise kommt sie zum Vorschein. Sie verfolgt mich nicht nur den ganzen Tag, sondern raubt mir vor allem in der Nacht den Schlaf. Anstatt meinem Körper die Erholung zu gönnen, verbringe ich die Zeit damit, die Stunden und Minuten bis zu der Abreise zu zählen. Erst wenn ich im Auto sitze und wir unsere Reise zum Wettkampfort gestartet haben, verschwindet die Nervosität schlagartig und ich werde vom Schlaf übermannt. Dieses Prozedere wiederholt sich bei jedem Wettkampf. Doch mit der Zeit und der Erfahrungen über die vergangenen Saisons habe ich gelernt damit umzugehen. Ich weiss genau, dass es so sein wird und kann mich deshalb schon im Vorfeld darauf einstellen. Ein wenig Nervosität gehört für mich deshalb immer dazu, sei es am Tag zuvor oder kurz vor dem Start. Sie zeigt mir, wie sehr mir es am Herzen liegt, einen guten Wettkampf zu fahren und meine Bestleistung abzurufen. Letzthin konnte ich sogar meine eigenen Erwartungen erfüllen, in dem ich in der Skihalle in Holland bei meinem ersten Rennen die Europacup-Limite im Slalom holte. Mit diesen Resultaten nahm ich mir selber meinen persönlichen Druck, so dass ich jetzt befreit die Limite outdoor bestätigen kann.

One Comment on “Mein treuer Begleiter: Die Nervosität

  1. Hey Elena. Du schreibst wirklich spannende Beiträge. lg Nadja